Vom Winter-Blues zur winterlichen Freude

Der Winter ist eigentlich nicht meine Lieblingszeit des Jahres. Ich bin im August geboren und ein absoluter Sommermensch. Ich liebe es, den ganzen Tag im Sommerkleid barfuß draußen zu sein, meine Tage am und auf dem Wasser zu verbringen, den Sonnenuntergang am See zu genießen und die Wärme auf der Haut zu spüren… deswegen erscheinen mir die Wintermonate hier im Süden Bayerns immer ewig lange!

Der Winter ist jedes Jahr aufs neue eine Herausforderung für mich. Mein Körper mag die Kälte nicht und ich muss mich extrem überwinden, trotzdem raus zu gehen, mich warm einzupacken und spazieren oder laufen gehen. Und das nagt natürlich manchmal auch an der guten Laune…

Die Luft im Winter ist angenehm klar und Schlittenfahren macht großen Spaß, aber mehr konnte ich dieser Jahreszeit bisher noch nicht wirklich abgewinnen. Trotzdem bin ich hier geboren und lebe immer noch hier.

Also habe ich dieses Jahr versucht, ein paar für mich wirklich positive Dinge am Winter zu entdecken.

Warum gibt es den Winter überhaupt?

Der Winter ist die Zeit, in der die Natur ihre Kräfte nach innen zieht. Das Leben zieht sich in die Pflanzen und in die Erde zurück, das Alte verdörrt und wird zu natürlichem Dünger, während es eine Weile braucht bis Neues entstehen kann. Die hier angesiedelten Pflanzen brauchen den Winter, sie brauchen den Frost um neue Triebe entwickeln zu können.

Ich bin auch ein hier angesiedeltes Lebewesen.

Vielleicht brauche auch ich eine Zeit der Innenkehr, damit sich meine Kräfte neu entwickeln können; eine kleine Pause von der lebendigen warmen Zeit um darüber nachzudenken, wofür ich meine Kräfte im nächsten Sommer einsetzen möchte. Um zu reflektieren, wie die vergangene Zeit war und ob ich meine Zukunft ähnlich gestalten möchte.

Pflanzen sind schlau, sie passen sich ihrer Umgebung an, sind Teil der Evolution, verändern sich. Wir Menschen hingegen wollen oft, dass alles gleich bleibt, weil wir mit Veränderungen nicht gut umgehen können. Gott sei Dank gehöre ich nicht zu dieser Spezies 🙂

Meine persönlichen Winter-Pros

Welche guten Aspekte konnte ich dem Winter nun abgewinnen?

Kreativität – Dieser Winter sollte für mich eine Zeit sein, das Tempo etwas zu drosseln. Zeit, über meine Wünsche und Träume nachzudenken, aber auch etwas dafür zu tun. Ich habe viel über meine Arbeit als Yogalehrerin nachgedacht und Pläne geschmiedet, wie ich damit meinen Lebensunterhalt verdienen kann (einen Blogpost darüber findest du in Kürze hier).

Ich saß viele lange Stunden an der neuen Homepage und meinem Blog, habe die sonnigen Tage genutzt um Fotos zu machen und Konzepte für meinen Unterricht erstellt.

Übungspraxis – Ich habe mir vorgenommen meine Vorbeugen-Praxis zu intensivieren, um meine geistige Sicht nach innen zu unterstützen. Außerdem fand ich es irgendwie passend, auch meinen Körper in dieser Zeit nach innen zu wenden, meine tieferen Strukturen zu spüren, mir dabei Zeit zu lassen, ganz ohne Ambitionen langsam in die Vorbeugen zu schmelzen (auch einen extra Blogpost dazu wirst du in Kürze hier lesen können).

Spaß und Entspannung – Wenn es draußen kalt ist, braucht der Körper länger um auf Touren zu kommen. Also habe ich meine sportlichen Aktivitäten mehr nach drinnen verlagert. Ich habe verschiedene Kurse in Fitness Studios ausprobiert und bin so zum Jumping gekommen, was mir unglaublich viel Spaß macht und was ich im Sommer wahrscheinlich nie ausprobiert hätte, weil ich da immer draußen bin.

Außerdem war ich ganz oft in der Sauna, um meinem Körper so eine wohlige-warme Entspannung zu bieten.

Der Winter ist also die Zeit zur Innenkehr, wenn das Leben um einen herum langsam weniger wird. Zeit sich zu besinnen was wirklich wichtig ist im Leben, Zeit auf den Körper zu hören was er braucht. Um dann mit dem Frühling neu zu erblühen, Jahr für Jahr, in den unterschiedlichsten Farben…

Letztlich denke ich, sind die äußeren Umstände nicht so wichtig.

Was wirklich zählt, ist wie wir mit den uns gegebenen Situationen umgehen. Wir sind in der glücklichen Position entscheiden zu können wo wir leben möchten oder womit wir unser Geld verdienen. Aber das Leben hält auch immer Überraschungen für uns bereit, Situationen, auf die wir nicht vorbereitet sind oder Dinge, die wir nicht ändern können.

Und dann liegt es allein bei uns, ob wir versuchen diesen Situationen etwas positives abzugewinnen. Ob wir etwas daraus lernen und uns weiter entwickeln wollen, oder ob wir uns vom Leben benachteiligt fühlen und uns zurückziehen und warten, bis der Sommer wieder kommt.

Ich habe gelernt, dass das Leben viel mehr Spaß macht, je mehr ich konkret versuche die positiven Dinge darin zu entdecken und sie möglichst intensiv auszuleben und mich daran zu erfreuen!

Vielleicht gelingt es Dir ja auch, zum Beispiel mit Hilfe dieser kleinen Geschichte hier, noch mehr positive Aspekte in Deinem Leben und auch in vermeintlich unangenehmen Situationen zu finden.

Denn vergiss nie: …life is meant to be enjoyed!

Deine Regina

 

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